L`Etoile Noire Minory Exclusivgig für den Etoile ...Das zumindest war es, was mir durch den Kopf schoss, als Minory mich einluden, bei einem ihrer nächsten Gigs eben die Triangel zu "Sacred Life" zu spielen und natürlich habe ich zugesagt. Dazu kam es, weil die sechs Minory-Musiker uns mal so nebenbei zum ersten Studiobericht in über fünfzig Etoiles, ja fast schon drängten mit ihrer Einladung. Die Herren arbeiten nämlich seit geraumer Zeit an ihrem ersten Full-Length- Album und dachten sich, es könne ja nicht schaden, darüber die Öffentlichkeit zu informieren und uns Etoilies einzuladen. Und sie haben es uns an nichts fehlen lassen. In ihrem Proberaum herrscht fast Wohnzimmeratmosphäre und dort wurden uns bei Kerzenschein und Bierchen erstmal vier Songs vorgespielt, die allesamt angenehm überraschten. Keine Spur von verstaubten Gothic-Klischees. Zwei Gitarren, Bass, Drums und Keyboards zaubern wirklich guten und angeschwärzten Rock. Einstimmig ernennen die Sechs nach diesem Kurzgig The Mission zu ihren Helden, doch die Musik klingt definitiv nicht nach Plagiat. Später wird auch klar warum, denn auch wenn nicht ganz so einstimmig, werden doch Genesis, neben den 8oern und psychedelischen 70ern, als weitere wichtige Einflüsse genannt. Da ist Dirk, einer der Gitarristen, natürlich mit Stolz erfüllt, seit eines Nachts im Berliner Duncker ein Minorystück ihres Demos zwischen The Cure und The Smiths lief. Seit 1995 hatten Minory etwa sieben Jahre Zeit, ihren eigenen Stil zu finden. Und natürlich sind sieben Jahre auch genügend Zeit, um sich im großen Musikspiel Musiker (-Und-Management) -Wechsel-Dich zu üben. Zu der scheinbar naturgegebenen Ruhe aller nun Beteiligten, gesellt sich die professionelle Ruhe. Sie haben es einfach nicht so eilig. An den Stücken für das Album werkeln sie schon seit einigen Monaten und die Suche nach einem Label geht man genauso entspannt an. Wunschlabel wäre einfach das, bei dem The Mission unter Vertrag sind. Viel wichtiger ist der Spaß am Musikmachen und Liveauftritten. Leider gestaltet sich der Versuch der Planung einer Tour als schwierig, da man natürlich noch arbeiten muss, um sich ein eigenes kleines Studio leisten zu können. Das ist ja nun vorhanden und wird natürlich auch genutzt. Dreizehn oder vierzehn Stücke sollen auf das Album, denn mehr hört sich ja kaum jemand an. Stimmt, aber warum eigentlich? Auf Konzerten hofft man doch auch auf mehr Spielzeit. Minory werden jedenfalls auf der nächsten Archiv-Nacht in Potsdam, am 11. April neben ein paar alten auch einige der neuen Stücke vorstellen. Das neue Management arbeitet zur Zeit noch zusätzlich fieberhaft daran, die Band einer größeren Hörerschaft vorzustellen und einen Auftritt beim Leipziger Wave-Gotik-Treffen zu organisieren. Wenn es klappt, bekommt das breite Publikum endlich wieder eine gute deutsche Band. Viel Glück dabei wünsche ich den Sechsen.... Dirksen Textblock Textblock | ||||||||